Rückblick auf die Geschichte der Gailachia

Historie des Monheimer Faschings

Erste Belege über den Fastnachtsbrauch in Monheim datierten zurück bis ins 13. Jahrhundert.

Die als leichtlebiges Volk bekannten fränkischen Nadler zelebrierten damals bereits die drei Fasenachtstage. Und dies über Jahrhunderte hinweg.

Die erste urkundliche Erwähnung einer Genehmigung für einen Faschingsumzug in Monheim datiert auf den 22. Februar 1876. 

Mit dem Beginn des 20. Jahrhunderts begann die Blütezeit des Monheimer Faschings.

Von nah und fern kamen Leute , um auf dem Marktplatz dem Treiben einiger engagierter Monheimer Narren zuzuschauen. Einer der großen Narren dieser Zeit war David Holzapfel.

Nach dem zweiten Weltkrieg erinnerte man sich wieder auf die fünfte Jahreszeit. Es wurde wieder gefeiert und närrischens Treiben war angesagt.

Im Jahre 1950 gründeten die Monheimer Narren Ihren Faschingsverein mit dem Namen „Faschingsgesellschaft Gailachia Monheim“, genannt nach dem Bächlein  „Gailach“, das durch Monheim fließt. 

In diesem Jahr regierte erstmals offiziell ein Prinzenpaar die Monheimer Narren.

Seither wurde Jahr für Jahr am 11.11. ein neuer Hofstaat inthronisiert.

In den 50er Jahren führte Oberclown Manfred Königsdorfer mit seinen Clownkollegen Hubert Hoser, Andreas Fischer und Ludwig Schneider den Monheimer Fasching ins Rampenlicht der gesamten Region. 

3 Jahre später, ab 1960 gab es in Monheim nichts mehr zu lachen. Die Gailachia legte eine Zwangspause ein. Kleine Umzüge mit der Schuljugend am Faschingsdiestag, mit einem Kinderprinzenpaar, waren aber trotzdem alle Jahre auf Monheims Straßen zu sehen.

Es dauerte ganze 6 Jahre, bis am 11.11.1966 wieder der Schlachtruf „Ein Prosit hoch, Gailachia“ in Monheim erschallte. Unter der Regie von Präsident Alfred Hofer jun. wurde wieder ein Hofstaat inthronisiert und der Faschingsverein ins Vereinsregister unter dem Namen „Gailachia Faschingsgesellschaft  e.V." eingetragen.

In der Session 1969/1970 organisierte das Präsidium erstmals eine Prunksitzung die im Landkreis Donau-Ries einmalig war.

Da der Saal in Fischer´s Gaststätten nicht mehr zur Verfügung stand, zog man in die damalige Turnhalle um. Sie diente bis zum Bau einer neuen Stadthalle im Jahre 1992 als als alljährliches Faschingsdomizil. 

In dieser Zeit hat man sich durch unermüdliches, ehrenamtliches Engagement und feinste humoristische Darbietungen auch über den Landkreis hinaus einen Namen gemacht.

Als einziger schwäbischer Faschingsverein wurde die Gailachia im Fastnachtsverband Franken gerne aufgenommen und 1970 als Mitglied eingetragen.

Der Grundstein des zweiten Neuanfangs wurde unter der Präsidentschaft von Alfred Hofer dem heutigen Ehrenpräsidenten und dessen Nachfolgern Karl Huber und Karl Robert Keuerleber (ebenfalls Ehrenpräsidenten) gelegt. Sie prägten die Struktur der Gailachia, die bis heute so erfolgreich weiterlebt. Der neue Trinkspruch „Mohaio, Helau“ wurde erstmals in dieser Zeit ausgerufen.

Aus dem Narrenhaufen von einst wurde im Laufe der 70er- und 80er Jahre ein wohl organisierter Verein, bei dem Engagement und Geselligkeit bis heute stets gleichgestellt waren.

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